Flug-Ausflug nach Elb-Florenz

Fünf ältere Herren und ihre drei Damen unternehmen eine Reise nach Dresden

 

Wir haben Flugfläche 55 erreicht, die Maschine ist ausgelevelt, alle Hebel und Schalter sind  in Position. Der Lycoming gurgelt sein bassiges Lied. Jetzt lassen wir den Autopiloten für uns arbeiten. Von hinten wird Gebäck gereicht. Wir blinzeln in den strahlend blauen Himmel. Noch zwei Stunden, dann  sind wir in Dresden.

Anflug über die Innenstadt und die Elbe - grandios. Aber was ist das für ein Platz? 2.850 Meter breit, aber nur 60 Meter lang! Irgendwie schaffen wir die Landung. Freundlicher Empfang in sächsischem Wohlklang. Ach hätte Luther doch die Bibel in Sächsisch geschrieben, wie er das ursprünglich wollte!

Das große Hallo, als auch die Nachzügler endlich eintreffen.

Am Abend Sächsische Küche. Der Duft eilt ihr schon weit voraus. Der Mund sabbert, der Magen krampft, die Kaumuskeln beginnen ihre Arbeit. In der Küchentür der Kellner, das volle Tablett. Ich halte es nicht länger aus, mache ihm bereitwillig Platz. Er geht zum Nachbartisch.

Stadtrundgang und immer wieder dieser Glanz. Goldene Turmkreuze, goldene Zinnen, goldene Geländer, goldene Türbeschläge, die golden glitzernde Elbe. Dazu der alles überwuchernde, wabernde Barock. Und überall diese herrlich goldenen sächsischen Frauenstimmen!

Auf dem Raddampfer, der keiner ist, gleiten wir die Elbe entlang, bestaunen die Villen am Hang, hören etwas über die Chlorodont-Familie und Manfred von Ardenne, über König Kurt Biedenkopf, über Lustschlösser und die neue Brücke. Und bewundern diese prachtvolle Stadtsilhouette.

Die Frauenkirche. Selbstverständlich. Ein stetig wandernder Besucherstrom. Du sitzt und siehst ihn und er stört dich nicht. Mitmenschen. Hier ist Frieden.

Die obligatorische Stadtführung. Aber hier ganz anders. Privat, persönlich, profund. Zwei Stunden und schon zu Ende.

Das letzte Abendessen, die letzte Nacht, der letzte Kaffee.....

Adieu Dresden, adieu ihr Sächsischen Frauen.....

Wir waren es u.a.:                       

Hans und Christine Wolf und Michael Igel     D-EGGG,

Adi und Evi Lauterbacher und Michael Reinhard     D-EATH

 

Dresden, 6. - 8. September 2013