Die Highlights unserer Vereins-Aktivitäten während der Saison 2017

- 31. März: Saisoneröffnung

- 21. - 23. April: Flugsicherheitstraining

- 28. April - 1. Mai: AusFLUG an die Nordsee

- 10. Juni: Hessensternflug mit Start in Michelstadt

- 18. Juni: Hessischer Vätertag 2017 / Tag der offenen Tür

- 27. Oktober: Saisonabschluss-Treffen

Theorie und Praxis für mehr Sicherheit

In einer wesentlichen Eigenschaft unterscheiden sich Piloten nicht von Autofahrern: Beide neigen oft dazu, zu glauben, allein aufgrund langer Erfahrung und großer Routine alle Situationen meistern zu können. Entsprechend gering wird dann auch der Lernbedarf eingeschätzt. Bei einem Flug-Sicherheitstraining, wie dem bei uns am Flugplatz ver­an­stal­teten, wird aber schon im theoretischen Teil dem ausreichend selbst­kritischen Piloten vor Augen geführt, wie viel an theoretischem Wissen seit Erlangen der Piloten-Lizenz "versickert" ist.

Morgens noch im Schulungsraum ...

 

Ein großes Dankeschön gilt deshalb Mark Juhrig und Karsten Klauer für Ihre ausführlichen Referate, mit denen sie einige Wissenslücken wieder geschlossen haben. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Veranstaltung auf Flug­vor­bereitung und Flugdurchführung.

Exemplarisch sei hierzu das Thema "Personal Minimum" genannt. Das Fliegen wird sicherer und entspannter, wenn sich jeder Pilot vergegenwärtigt, welches seine ganz persönlichen Mindest-Bedin­gungen sind, die erfüllt sein müssen, bevor er losfliegt. Ausgehend von den drei Kern-Bedingungen "körperliche und mentale Leistungs­fähig­keit", "Flugzeug-Zustand" und "Wetter" lassen sich ganz individuelle Kombinationen von Voraussetzungen erstellen und schriftlich fixieren, die später je nach Flugreise-Umfang oder -Ziel angewendet werden. Wer mehr zu diesem interessanten und vor allem auch sicherheits­relevanten Thema erfahren möchte, gebe bei Google o.a. einfach mal ein: "Personal Minimums" eventuell in Kombination mir "Checklist" oder "Aviation".

.... und nachmittags bereits in Straßburg

 

Der praktische Teil am nächsten Tag ermöglichte den Teilnehmern, an ihren fliegerischen Fähigkeiten zu feilen. Bei diesem "betreuten Fliegen" konnten die Vereins-Piloten beispielsweise Übungen fliegen, die sie sich nur mit einem Fluglehrer als Co-Pilot zutrauen, der ihnen auf die Finger schaut und gegebenenfalls korrigierend eingreift, Tipps gibt oder auch den Sprech­funk zur Entlastung übernimmt. Beispielsweise bei einem Anflug auf einen kontrollierten Flughafen im nahen Ausland.

 

Alles in allem jedenfalls waren es zwei lehr- und abwechslung­s­reiche Tage, an denen die teilnehmenden Piloten Wissen und Routine vertiefen konnten, zu denen sich der Verein jedoch mehr Teilnehmer wünschen würde.

UL- und Drachen­flieger aktiv

Dass unser Flugplatz am Waldhorn nicht nur von den Echo-Klasse-Fliegern genutzt wird, sondern sehr rege auch von den UL- und Drachenfliegern, machen die „Ourewäller Iwwefliejer“ deutlich, denen es gelungen ist, die Hessische UL-Schlepp-Meisterschaft 2016 an unserem Platz ausrichten zu dürfen. Zur umfassenden Information empfehlen wir diesen Artikel im DARMSTÄDTER ECHO.

 

Bericht über die 2014er-Veranstaltung.

Safety first oder: Schleuderkurs am Himmel

Was für den Autofahrer der Schleuderkurs,
ist für uns Privat-Piloten das Flugsicherheitstraining.

Beides dient in erster Linie dazu, ein besseres Gefühl für sein Auto respektive sein Flugzeug zu bekommen und kritische Situationen rechtzeitig zu erkennen sowie schnell und angemessen darauf zu reagieren. Denn allein theoretisches Wissen genügt meist nicht, um im entscheidenden Moment auch intuitiv richtig zu handeln.

Nach dem Flug ist vor dem Flug

Um das zu üben und zu verinnerlichen, fand nun also am Wochenende 21. / 22. Juni 2014 am Flugplatz Michelstadt ein Flugsicherheitstraining unter Leitung erfahrener Fluglehrer der "European Bonanza Society" statt. Alle Pilotinnen und Piloten unseres Vereines waren dazu eingeladen, 12 hatten sich schließlich verbindlich angemeldet und sich bereits am Vorabend zu einem umfassenden Briefing eingefunden. Dabei wurden die möglichen Schwerpunkte besprochen und der zeitliche Ablauf des Sicherheitstrainings für die beiden folgenden Tage festgelegt. Um sich schon einmal mental mit dem Thema auseinanderzusetzten, hatten alle Teilnehmer bereits im Voraus einen Fragebogen mit Fragen zu Theorie und Praxis des Fliegens ausgefüllt. Auf diese Weise konnten sie sich selbstkritisch überprüfen, wie es beispielsweise um ihre Kenntnisse bezüglich der Kennzahlen des jeweils geflogenen Flugzeug-Musters bestellt ist und diese gegebenenfalls wieder auffrischen.

 

Am Samstag und Sonntag konnte jeder Motorflug-Pilot zwei Trainingseinheiten zu je einer Stunde absolvieren, die eine Vorbesprechung, den Trainingsflug und eine Nachbereitung beinhalteten. Je nach Pilotenwunsch wurden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, um die individuellen Defizite der Piloten gezielt zu verringern.

 

Auch Besucher, die am Platz weilten, kamen zumindest optisch auf ihre Kosten. Denn am Waldhorn wurden den Schaulustigen an diesem Wochenende Zero-Flaps-Landings, Kurzlandungen und Ziellandeübungen in ungewohntem Maße geboten. Was sie allerdings nicht beobachten konnten: Notlande-Übungen im freien Feld. Leider besteht ja nur während der Ausbildung die Möglichkeit, das Notlanden einigermaßen realitätsnah zu trainieren. Danach bedarf es bekanntlich einer Genehmigung des Regierungs-Präsidiums, um die beim Motorflug einzuhaltende Sicherheits-Mindesthöhe von 150 m unterschreiten zu dürfen. Diese Genehmigung lag natürlich für unsere Veranstaltung vor, so dass der ein oder andere Wanderer sicher seine Schrecksekunde erlebte beim Anblick eines beinahe im Kornfeld landenden Flugzeuges. Schon allein die Notlande-Übung wäre ein Grund, am nächsten Training wieder teilzunehmen.

 

An unserem sonst doch eher beschaulichen Platz herrschte also reger Betrieb mit zeitweilig auch mal vier Maschinen in der Platzrunde. Die Veranstaltung kann man als durchaus gelungen bezeichnen, was auch durch die ausschließlich positive Resonanz der Teilnehmer zum Ausdruck kam. Der Wunsch nach einer jährlichen Wiederholung dieser Veranstaltung ist denn auch entsprechend stark. Dann allerdings unbedingt unter Einbeziehung unserer Vereinsfluglehrer.

 

 

Besuch bei Fa. RÖDER am Flugplatz Egelsbach

In den frühen Morgenstunden des 22. Februar 2014 besuchten zahlreiche Fliegerkameraden des AECO die Firma Röder Präzision GmbH in Egelsbach. Der Tag wurde äußerst professionell von den Mitarbeitern der Fa. Röder geleitet und durchgeführt. Dabei wurden wir mit zahlreichen Kameraden aus anderen Vereinen in vier überschaubare Gruppen aufgeteilt und rollierend durch die einzelnen Abteilungen geführt. Die jeweiligen Abteilungsleiter stellten dabei die wichtigsten Aufgaben aus ihren Bereichen vor. Gleichzeitig standen sie unseren vielfältigen Fragen offen und umfassend gegenüber.

 

Bei der Besichtigung folgender Abteilungen wurden die hohen Qualitätsstandards deutlich:
- Avionik
- Propellersysteme
- Motoren und Aggregate
- Strukturbauteile aus Faserverbund und Metall sowie Vereisungsschutzanlagen
- Oberflächentechnik
- Galvanik
- Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung
- Elektrische und elektromechanische Geräte

Hier konnte man hautnah erleben, wie unterschiedlichste Bauteile aus der Fliegerei gewartet, instandgesetzt und überprüft werden. Besonders interessant waren auch die Erläuterungen des sehr hohen Auftragsvolumen für die Deutsche Bundeswehr. Verschiedene Fachvorträge zu Themen wie beispielsweise "Leanen" und "Propellerwuchten" rundeten den Besuch der Flugwerft Röder ab.

 

Als Fazit konnte von allen Teilnehmern festgehalten werden, dass sich das "frühe Aufstehen am Samstag" mehr als gelohnt hat und dass solche oder ähnliche Veranstaltungen in Zukunft öfters umgesetzt werden müssten.

 

 

Eins vorweg: Echtes Blut ist nicht geflossen

Am Freitag, 23.01.2015, von 18:00 – 22:30 Uhr und Samstag, 24.01.2015, von 09:00 – 18:00 Uhr fand in der Flugplatzgaststätte "Roter Baron" ein Erste-Hilfe-Grundkurs mit Aufbaulehrgang „Frühdefibrillation" statt. Unter der Leitung von Herrn Dieter Sedlacek vom Roten-Kreuz, Kreisverband Odenwaldkreis, erwarben 14 Flugbegeisterte unter anderem Kenntnisse in folgenden Themenbereichen

 

· Der hilfsbedürftige Mensch

· Ablauf einer Hilfeleistung

· Der vital bedrohte Mensch

· Störungen der Vitalfunktion beim Sport

· Gewalteinwirkung auf den Kopf

· Bewusstseinsstörung durch Hitze

· Hirnbedingte Krampfanfälle

· Bewusstlosigkeit

· Atemnot

· Atemstillstand

· Schlaganfall

· Akute Herzerkrankungen

· Kreislaufstillstand

· Wunden

· Umgang mit Verbandmaterial

· Amputationsverletzungen

· Verbrennungen

· Verätzungen

· Schock

· Bewusstloser Kradfahrer

· Vergiftungen

· Schädigung durch Kälte

 

Die Themen wurden an die speziellen Bedürfnisse des Aero-Clubs angepasst, also besonders auf die Bergung und auf Brandverletzungen eingegangen. Für die AeCO-Mitglieder, die sich an der Flugleitung beteiligen, wurde die Teilnahmegebühr vom Aero-Club übernommen. Am Samstagabend freuten sich 14 fliegende Ersthelfer aus Reichelsheim und dem Odenwaldkreis über die abwechslungsreiche und informative Veranstaltung. Sicher war das nicht der letzte fliegerspezifische Erste-Hilfe-Kurs auf EDFO. Besonderer Dank an Herrn Sedlacek, der sogar Familie und Freunde mitgebracht hatte, um Notfallsituationen im Rollenspiel sehr realitätsnah üben zu können.

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